Zurückliegende Veranstaltungen

Im Jahr 2014 konnte GÜSA auf sein 20-jähriges Bestehen zurückblicken. Um dieses Jubiläum würdigend zu begehen, begaben sich eine Vielzahl von Mitgliedern und geladenen Gästen am 25. September 2015 auf eine Tagesreise mit einem gecharterten Reisebus. Zunächst ging es 60km ostwärts ins polnische Plawna. Dort erwartete uns der polnische Künstler Darius Milinski in seinem Museum, dem "Schloss der schlesischen Legenden" mitsamt seiner Galerie selbst geschaffener Malwerke sowie einer Exposition über vertriebene Deutsche. Nach einem mehrgängigen Mittagsmenu, während dem Frau Prof. Dr. G. Thiele einen Rückblick auf die Vereinsgeschichte präsentierte, konnte auf einer Wiese der Nachbau der Arche Noah bewundert werden, der im Inneren Scenen aus der Bibel beherbergte. Aussen wurde die Arche Noah von nachgebildeten lebensgroßen Tieren  umsäumt.

Die Rückfahrt führte in Boleslawiec/Bunzlau zunächst in die Ausstellungsräume einer Keramikmanufaktur, in der ein großes Sortiment der berühmten Bunzlauer Keramikhersteller zu sehen war. Anschliessend wurde in dem Pariser Keller des Pantomimik Künstlers Bogdan Nowak zu einer gemütlichen Kaffee-Party eingeladen, die von jungen Künstlern musikalisch unterhalten wurde.

Viele Teilnehmer bedankten sich für die gelungene Jubiläumsfeier und wünschten unserem Verein weiterhin ein erfolgreiches Bestehen.

 

J. Fromberg

Unsere Veranstaltung mit dem Titel „Der Berzdorfer See im Jahr 2015 und danach“ am gestrigen Abend (27.Jan.2015) in der Privat Akademie Modus Vivendi gGmbH dürfen wir als einen gelungenen Auftakt für unsere Veranstaltungen in 2015 verzeichnen.

 

Mit 40 Besuchern, zum größten Teil von Teilnehmern, die (noch) nicht unserem Verein angehören, waren die Räumlichkeiten unserer Gastgeberin Frau Freer gut gefüllt.  Besonders erfreulich war die Teilnahme von Besuchern aus ganz unterschiedlichen Vereinen und Interessengruppen sowie von städtischen Institutionen. Die Vortragenden, Herr Myckert von KOMMWOHNEN  und Herr Müller von der Bürgerinitiative Seensucht aus Klein Neudorf, schilderten in ihren Vorträgen den derzeitigen Stand und weitere Planungen am See. Im Anschluß standen sie vielen Fragen aus der Zuhörerschaft mit sachkundigen Antworten zur Verfügung. Nach mehr als zwei Stunden wurde die Veranstaltung mit neuen Erkenntnissen beendet.

 

Aus der Zuhörerschaft wurde mir Dank für die gelungene Veranstaltung ausgesprochen, den ich auch an Frau und Herrn Röder weiterreichen möchte, die maßgeblich für die gute Organisation beigetragen haben.

 

Mit einem Dankschreiben an die Vortragenden wollen wir uns im Namen unseres Vereins in guter Erinnerung halten.

 

Mit unserem Vorhaben der Präsentation aktueller Themen beidseits der Neisse sind wir auf einem guten Weg, unseren Verein angemessen zu vertreten und auch das Interesse von Teilnehmern zu wecken, die bisher noch nicht zu unseren Kreisen gehörten.

 J. Fromberg


Am 5.3.2015 fand ein Treffen mit mehreren Vereinen unter Federführung des Interclub Femina in Zgorzelec statt. Es wurde über den Werdegang des Clubs, Ereignisse und Veranstaltungen der vergangenen 21 Jahre berichtet, die sowohl auf polnischer wie auch auf deutscher Seite stattfanden. In engagierter und ehrenamtlicher Tätigkeit wurde eine Gemeinschaft aufgebaut, die sich inzwischen fest etabliert hat mit dem Ziel diese Gemeinschaft auch über Grenzen hinweg mit der Schwesterstadt Görlitz zu festigen. Dafür haben die Initiatoren wertvolle Auszeichnungen von der polnischen Regierung entgegen nehmen dürfen.

Mit unserem eigenen Engagement bei der Verwirklichung der grenzüberschreitenden Sozialarbeit sehen wir die Kontaktpflege mit diesen Vereinen als einen wichtigen Baustein innerhalb unseres Tätigkeitsfeldes.

Unsere Veranstaltung mit dem Titel „Die Flüchtlingssituation im Landkreis Görlitz“ am gestrigen Abend (11.03.2015) in der Privat Akademie Modus Vivendi gGmbH dürfen wir erneut als eine gelungene Präsentation eines aktuellen Themas verzeichnen.

 

Mit über 40 Besuchern, zum größten Teil von Teilnehmern, die (noch) nicht unserem Verein angehören, waren die Räumlichkeiten unserer Gastgeberin Frau Freer gut gefüllt.  Besonders erfreulich war die Teilnahme von Besuchern aus ganz unterschiedlichen Vereinen und Interessengruppen sowie von städtischen Institutionen. Auch einige Vertreterinnen des Aktiven Seniorenclubs aus Zgorzelec interessierten sich für dieses Thema, obwohl es in Polen (noch) keine Flüchtlingsunterbringungen in diesem Masse nicht gibt. Der Vortragende, Herr Werner Genau als Leiter des Dezernats II vom Landratsamt Görlitz  schilderte den derzeitigen Stand der Flüchtlingsunterbringung und erläuterte weitere notwendige Maßnahmen für die Aufnahme von z. Z. 1400 geplanten Zugängen. Besonders hervorgehoben wurden die bisherige, reibungslose Unterbringung und die Akzeptanz innerhalb der Bevölkerung. Eine maßgebliche Rolle spielt dabei, dass im Landkreis mehrheitlich Flüchtlingsfamilien mit Kindern und weniger Einzelpersonen aufzunehmen sind. Die Betreuung und der ständige, neue Zustrom haben das Dezernat bis an die Belastungsgrenze geführt. Es wurde aber auch beklagt, dass praktische Notwendigkeiten und Erkenntnisse in den höheren staatlichen Zuständigkeiten zu wenig Gehör finden.

Viele Fragen aus der Zuhörerschaft ließen erkennen, dass das Thema unterschiedlich besetzt ist. Insbesondere Beweggründe für politische Entscheidungen sorgten für Unsicherheit in einigen Zuhörergruppen. Da Herr Genau jedoch als ein ausführendes Organ der geltenden Gesetze tätig ist, und auf die Gesetzgebung keinen Einfluss hat, wollen mit einer weiteren Veranstaltung unter Einbeziehung von Politikern die Vertiefung der Thematik fortsetzen. 

Nach mehr als zwei Stunden wurde die Veranstaltung mit neuen Erkenntnissen beendet. 

Meinen Dank für die Organisation und die Dolmetscherleistung für die beachtete Veranstaltung möchte ich an Frau und Herrn Röder aussprechen.

J. Fromberg

Am 27.April 2015 fand im polnischen Dom Kultury in Zgorzelec eine Präsentation von verschiedenen Görlitzern Lehranstalten vor polnischen Schülern und Studenten unter Teilnahme der Hochschule Zittau/Görlitz, des Augustum-Annen-Gymnasium, der Dietrich-Heise-Schule sowie der DPFA-Schulen gGmbH statt. Dank der engagierten Publikation dieser Veranstaltung durch den Interclub Femina und den polnischen, regionalen Jugendbeirat fanden sich über 30 jugendliche Interessenten ein, die den Ausführungen der Vertreter der Lehrinstitute aufmerksam folgten. Im Anschluß bot sich für jeden Zuhörer Gelegenheit, in Einzelgesprächen auf die persönlichen Belange einzugehen.

Mit dieser Präsentation konnten wir  die Aufgeschlossenheit und die schulischen Ausbildungsmöglichkeiten unserer Brückenstadt bei unseren Nachbarn eindrucksvoll unter Beweis stellen.


Ausflug nach Schloß Książ in Waldenburg und Schweidnitz in Niederschlesien

Unter der Führung der aktiven Senioren in Zgorzelec ging es am 2.Mai 2015 mit 2 Bussen auf den Weg ins Riesengebirge. 22 deutsche Teilnehmer wurden unterwegs schnell von der polnischen Gastfreundlichkeit in Beschlag genommen. Auf dem Gelände und in den Räumlichkeiten von Schloß Ksiaz fand eine Blumenausstellung statt, die von vielen Besuchern dicht umlagert war. Bei einem  anschliessenden und reichhaltigen Mittagessen in der originellen Gaststätte Karzma Zagloba im Zentrum von  Schweidnitz konnte wieder neue Energie getankt werden. Zum Ausklang des Tages wurde noch die Schweidnitzer hölzerne "Kirche des Friedens" besucht, bevor es wieder auf den Heimweg ging. Ein anstrengender aber erlebnisreicher Tag bei traumhaftem Wetter wird den Teilnehmern in guter Erinnerung bleiben.


Auszeichnung für die Verdienste um die Europastadt Görlitz/Zgorzelec


unser Vorstandsmitglied Frau Hanna Ilnicka erhielt anläßlich einer Stadtratsversammlung am 22. Mai 2015 im Dom Kultury eine Auszeichnung für ihre Verdienste um die Europastadt Görlitz/Zgorzelec. Wir freuen uns mit Frau Ilnicka über diese hohe Ehrung. Gleichzeitig ist dies für uns Motivation, die erfolgreiche Zusammenarbeit bei der Verwirklichung grenzüberschreitender Projekte in unserer Brückenstadt fortzusetzen.



 

Am 1.7.2015 fand in der Hochschule in Görlitz das IT Sommerfest statt. Bei herrlichem Wetter konnten Gespräche mit verschiedenen Professoren der Hochschule geführt werden. Es werden sich daraus weitere Kooperationsmöglichkeiten zwischen GÜSA und der Hochschule für die Zukunft erschließen. Grill, Getränke und die Vorführung einer Drohne sowie das Ausprobieren eines Flugsimulators rundeten einen gelungenen Abend ab.


 

Lehrlingsakquise in Zgorzelec

 

wie bekannt, gibt es noch immer offene Lehrstellen in Oberlausitzer Unternehmen. Aus diesem Grund organisierte GÜSA e.V. in Zusammenarbeit mit der Schulleitung der Zgorzelecer Emilii Plater Schule und mit Unterstützung des Zgorzelecer Arbeitsamtes  sowie des Interclub Femina unter reger Beteiligung deutscher Unternehmen* eine Lehrlings-Infoveranstaltung. Ebenso war die Hochschule Zittau/Görlitz vertreten. Dort hatten Schüler aus verschiedenen Schulen aus der Stadt und aus dem Kreis Zgorzelec am 30.09.2015 von 12h30 bis 15h30 Gelegenheit, sich an den Informationsständen der Unternehmen über Ausbildungsmöglichkeiten in der Oberlausitz zu informieren. Aufgrund des hohen Zuspruchs und der Gewinnung möglicher Bewerber wurde von allen Beteiligten Unternehmen der Wunsch geäußert, die Veranstaltung im nächsten Jahr zu wiederholen. Wir danken allen Beteiligten für ihr Engagement, das zum guten Gelingen des Nachmittages Beitrug.

 

*)Klinikum Görlitz, IKK, Barmer GEK, Sparkasse, Volksbank, Aldi Nord, Siemens, Hochschule Zittau/Görlitz, Arbeitsamt Zgorzelec

 

 

Bauaktivitäten in unserer Nachbarstadt Zgorzelec

 

am 13.10.2015 hat Herr Adam Helik, Leiter der Stadtentwicklung von Zgorzelec, im Modus Vivendi in Görlitz vor einem zahlreichen Publikum darüber berichtet, welche städtischen Bauaktivitäten in den letzten 10 Jahren ausgeführt wurden und welche künftigen Planungen vorgesehen sind. Seine polnischen Ausführungen wurden von Frau Alexandra Grochowski konsekutiv ins deutsche übersetzt. Die Sächsische Zeitung hat über die Ausführungen  in ihrer Tagesausgabe am 15.10.2015 einen ganzseitigen Bericht gedruckt.

 

Viele Mittel flossen in die Modernisierung und den Umbau umfangreicher Straßenprojekte, wie ul. Francuska, Lubanska, Zamiejsko-Lubanska, Armii Krajowej und Scultetus, wobei die meisten Mittel in den Umbau und die Modernisierung der ul. Lubanska geflossen sind.

In die Maßnahmen für den Umweltschutz fielen die Beschaffung von Mülltonnen, die Anschaffung von Spezialfahrzeugen für die Müllentsorgung, die Modernisierung des Wärmekraftwerkes, die Modernisierung der Wasseraufbereitungsanlage, der Bau einer Kompostieranlage, die Wärmedämmung an der Grundschule No. 5 und diverse Solarinstallationen. 

Es wurden mehrere Projekte, die der Revitalisierung der Stadt gewidmet waren, durchgeführt. Hierzu gehörten der Raum vor der Altstadtbrücke und vor der Stadtbrücke jeweils östlich der Neisse. Am Dom Kultury wurden umfangreiche Modernisierungsarbeiten (Fenstertausch, Fahrstuhleinbau, Audio- und Beleuchtungstechnik, Flügelbeschaffung) und Umbauarbeiten der angrenzenden Parkanlage vorgenommen. Der Park Jerzego Popieluszki erhielt einen neuen Springbrunnen und im Park Andrzej Blachaniec wurde ein Spielplatz gebaut.

Zu den Themen Bildung und Sport gehört die Modernisierung des städtischen Stadions. Alle Schulen und Gymnasien der Stadt wurden mit Mehrzweck-Sportplätzen ausgestattet. Das Zentrum für Extremsport erhielt eine Kletterwand und einen Skaterpark. Ein hoher Anteil von Investitionskosten floß in die neue Mehrzweckhalle, die sowohl für kulturelle als auch für sportliche Veranstaltungen genutzt werden kann. Für kulturelle Veranstaltungen stehen 4.550 Sitzplätze  und bei Nutzung der Sportfläche 3.500 zur Verfügung.Die Gestehungskosten für die Halle betrugen 10.481.050 €. Darin enthalten sind 7.633.160 € Fördergelder von staatlichen und privaten Geldgebern.

Um den Ansprüchen des Tourismus zu genügen wurden im Stadtgebiet von Zgorzelec 6 km Radwege errichtet. Auf Drängen der Bevölkerung wurde auch ein Hundeübungsplatz gebaut. Der Neissepark erhielt einen neuen Pflanzen- und Grasbewuchs. Infotafeln klären über Flora-, Fauna- und Umweltschutz auf.

Die Gesamtkosten aller realisierten Projekte setzen sich wie folgt zusammen:

Mittel (in €) aus dem Städtischen Haushalt                                                             ca.     10.496.200

Staatliche Zuschüsse                                                                                                      ca.       6.682.450

EU-Fördermittel                                                                                                                ca.       9.865.500

Priv. Sponsoren                                                                                                                 ca.       3.070.200

Summe                                                                                                                                   ca.     30.114.350

 

Die zukünftigen Aktivitäten sind auf die Fortsetzung der begonnenen Projekte gerichtet. Ausserdem stehen die Projekte "Rotwasserlagune", das Grossvorhaben "Brückepark" mit dem Dom Kultury als Mittelpunkt in seinen weiträumigen Umgebungsflächen  an.

Wir GÜSAner werden zu einem späteren Zeitpunkt darauf zurückkommen.   


Die demografische Alterung  

Vortrag von Herrn Prof. Dr. Andreas Hoff, Dekan der Fakultät Sozialwissenschaften an der Hochschule Zittau/Görlitz am 2. Dezember 2015 im Modus Vivendi in Görlitz

Im Nachfolgenden die Zusammenfassung der wichtigsten Vortragsthemen


Der Anteil der Generation 65+ im 21-zigsten Jahrhundert beträgt in

Japan               26%

Italien              22%

Deutschland   21%

Griechenland 21%

Finnland         20%

Bulgarien        20%  


Die Triebkräfte für den demografischen Wandel ergeben sich aus:

Steigender Lebenserwartung

Sinkenden Geburtenraten,

die Anzahl und dem Alter von Einwanderern/Auswanderern


Jahr, ab dem 3 (2) Erwerbsfähige für einen Rentner zahlen:

2006 Italien                                                      (2031 Deutschland)

2007 Deutschland                                          (2038 Italien)

2013 Schweden                                               (2042 Spanien)

2015 Finnland                                                 (2048 Polen, Slowakei, Schweiz)

2018 Niederlande                                           (2049 Tschechien)

2019 Tschechien                                            (nach 2060 Frankreich, Großbritannien, Irland, Niederlande, Schweden)

2020 Schweiz

2021 Großbritannien

2022 Spanien, Polen

2028 Slowakei

2034 Irland


Details für die demografische Entwicklung in Sachsen können dem Internet-Link http://www.demografie.sachsen.de/monitor entnommen werden.


Als Herausforderungen zur Bewältigung des demografischen Wandels ergibt sich die Notwendigkeit einer vernetzten geriatrischen Versorgung. Lösungsansätze dazu können sein:

Mobilitätshilfen

Weiterentwicklung des Pilotprojektes AGnES (Arztentlastende, Gemeindenahe, E-Healthgestützte, Systemische Intervention)

Technische Alltagshilfen zum Erhalt selbständiger Lebensführung.


Die Hochschule Zittau/Görlitz beteiligt sich mit einem Forschungsprojekt "Vertrauen in Assistenz-Technologien zur Inklusion älterer Menschen" an den Herausforderungen zur Bewältigung des demografischen Wandels.


Zum Schluß seiner Ausführungen unterstreicht Herr Hoff die Notwendigkeit von viel ehrenamtlichem Engagement in unserer Region in Gestalt von Senioren-Technik-Botschaftern.